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Dienstag, August 22, 2006

Cigarettes are sublime.

Ich rauche gerne. Angefangen habe ich damit 1993 in den USA; mir erschien das neben Autofahren dort als adäquate Tätigkeit, und auch wenn man mich an meiner Kleidung sofort als Europäer identifizieren konnte, so wollte ich mir in Sachen Sucht nicht so schnell die Blöße geben.

Aber das soll sich nun ändern. So super ich diese Tätigkeit auch finde - ich muss mir langsam eingestehen, dass mein Körper glücklicher wäre, wenn ich statt dessen Luft in mich saugen würde, und darum geht es doch irgendwie immer - Nein, nicht Luft einzusaugen, sondern glücklich zu sein. Holgi schrieb vor ein paar Tagen, wie er es seit zwei Jahren schafft, nicht mehr zu rauchen. Es wäre durch ein Seminar gekommen, das "Nichtraucher in fünf Stunden" hiess, und das hätte ihn so überzeugt, das er sich nun zum Trainer ausbilden lässt. Am Sonntag, den 27.08. hält er sein erste eigene Sitzung und er war so grosszügig, Plätze an jeden Leser seines blogs zu verschenken, der ihm bis gestern eine mail schreiben würde. Heute kam die entgültige Zusage: "Mitzubringen sind: gute Laune, Nachsicht mit einem Anfänger, Zigaretten, ein weisses Gewand, ein lebendes Huhn und ein geweihter Dolch." Habe ich alles in der Nachttischschublade. Die 199 EUR, die die Teilnahme an dieser Geschichte regulär gekostet hätte, nicht.

Ich bin mir ziemlich sicher, das ich zu 99% mental abhängig bin, weshalb ich über irgendwelche Pflästerchen nur müde husten kann. Auch die (absolut empfehlenswerte) Lektüre von Richard Kleins "Cigarettes are sublime" hatte bei mir nicht die gleiche Wirkung, die das Schreiben des Buches auf den Autor hatte: Er wollte wissen, warum er eigentlich raucht und sich so von der Sucht befreien, was ihm Berichten zufolge auch gelang. Sollte jemand meine Sucht durch die schiere Macht des gesprochenen Wortes allein in die Schranken weisen können, dann fände ich das mehr als bemerkenswert. Ich frage mich, ob das etwas mit Neurolinguistischem Programmieren zu tun hat, einer Technik, die ich immer noch nicht verstanden habe, obwohl ein gute Freund von mir darin ausgebildet ist. Ist aber egal. Irgendwie freue ich mich drauf, obwohl ich just an diesem Tage mit dem Keks zum Essen eingeladen wäre, aber das Leben ist kein Wattepusten.

Allerdings befürchte ich, das ich bei Sgt. Rembo nun völlig verschissen habe, nachdem ich mich kürzlich bereits als Pflaumenversteher geoutet habe...

6 Comments:

At 2:35 nachm., Blogger Sgt. Rembo said...

Büschel -
Du bleibst mein Freund, auch wenn Du das Rauchen drangibst.
Aber auch Rauchen wird mein Freund bleiben. Und plärr' mich beim OBS nicht voll, dass Du ja überhaupt nicht verstehen kannst, wie man noch Raucher sein kann und ich wäre ein rücksichtloser Killer unschuldiger Passivraucher und überhaupt: Recht eigentlich müsse man ja sämtliche Genüsse, die die Solidargemeinschaft durch abbe Raucherbeine oder Fettlebern belasten, unter Strafe stellen. Langes Leben - my ass.

 
At 4:34 nachm., Blogger roland said...

da bin ich aber gespannt, wenn wir uns auf blogmich sehen sollten, ist dann ja erst ein paar tage her...

 
At 10:58 nachm., Anonymous Lungenkulla said...

Zunächst mal zu NLP, denn das ist einfach. Du mußt einfach die Körpersprache deines Gegenübers imitieren, dann fängt er an Dich zu mögen. Warum das so ist, weiß ich nicht, ist ja aber auch egal.

Das mit dem Rauchen aufhören ist auch ziemlich einfach, wobei sich das Nikotin zunächst verhält wie ein quengelndes Kind. Ich empfehe eine überschaubare Menge Nikotin Kaugummi.

Schwerer ist es, nicht wieder anzufangen. Ich hörte dieses Jahr schon zweimal auf, wegen kein Bock mehr. Immer so für zwei-drei Wochen. Einmal arbeiten und die Lunge ist wieder eine Autobahn. Von Musik machen ganz zu schweigen. Dennoch drück ich Dir die Daumen.

 
At 11:19 nachm., Anonymous tabea said...

ick hab's ja geschafft! einfach so. stress, dadurch lang anhaltender husten (soll ja laut meiner heilpraktikerfreundin kommen, wenn man sehr wütend ist und nicht, weil man sich irgendwo viecher einfängt), der kein rauchen mehr zuließ - und jetzt bin ich nicht mehr druff. glaub ich. der letzte tag, an dem ich rauchte, war das letzte mal, dass wir uns sahen: mein 30ter...

 
At 12:38 vorm., Blogger Mr. Nap said...

Vor 2 Jahren hab ich auch meine letzte Kippe ausgedrückt. 1 Stunde vor meiner ersten mündlichen Prüfung. Hat bis heute gut funktioniert und habe keine Rückschlag erlitten. Bei mir war es Sucht, Gewohnheit und Stimmbildung. Wichtig ist der Wille aufzuhören.

Drücke Dir die Daumen! Ach ja, manche Dinge schmecken jetzt wirklich anders...

 
At 6:10 vorm., Anonymous Chinaladen said...

Ich finde das Aufhören auch leicht, ich konnte das immer so 2 - 3 mal pro Woche. Tatsächlich bin ich jetzt seit 3 Jahren rauchfrei, aber nur, weil ich mich hier angemeldet hatte:

http://www.rauchfrei-online.de

Es kostet kein Geld, man erwartet nichts von Dir (nicht mal Geflügel) und es geht auch ganz anonym. Gerade, wenn man "nur" psychisch abhängig ist - das ist nämlich jeder nach der ersten Woche...

Ich wünsch Dir viel Erfolg und eine nichtrauchende Lebenspartnerin (denn Nikotin riecht echt scheusslich ;))!

 

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