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Dienstag, Mai 30, 2006

OBS X - Das Fazit

OBS Head Honcho Rembert schrieb mir heute, dass er komplett im OBS-Blues versunken ist und jetzt, da ich nach meinem ersten Tag im Büro zu Hause am Rechner sitze und nochmal die phantastische Washington höre, geht es mir ähnlich.

Das war es also - das 10. OBS; mein persönliches neuntes. Es ist schon bemerkenswert, wie sehr dieses kleine Festival - wie auch das Label - zu einem Fixpunkt in meinem Leben geworden ist. 1998 hatte ich gerade Mal zwei Wochen des Glitterhouse-Praktikums um, als Rembert meinte, ich solle mich doch um die Backline und die Bühne kümmern, da ich ja selber Musiker wäre. Und an dieser Arbeitszuweisung hat sich auch nicht mehr viel geändert. Trotzdem ist es jedes Mal anders, man trifft ja immer wieder neue Leute und ich bin erstaunt, wie schnell man lernt, den Lockerheitsfaktor der anreisenden Bands einzuschätzen.

Mein Gedächtnis war ja noch nie besonders ausgepägt und von einigen Highlights mal abgesehen verschwimmen all die Bands und Menschen, die ich so gesehen habe, aber ich bin sicher, dass mich das OBS wenn nicht verändert, so doch in gewissem Maße in meiner Wahrnehmung beeinflusst hat. Lockerer bin ich geworden, und auch sicherer, das sich die Lösung von Problemen immer in gewisser Nähe zur Bühne befindet. Was immer das auch heissen mag.

Die engste Verbindung zum OBS habe ich allerdings nicht durch die Musik, sondern hauptsächlich durch die Menschen, die dort arbeiten. Damals, 1998, war ich ein verwirrter semijunger Mann, der gerade sein Studium in den Wind geschossen hatte, völlig planlos durch Leben irrte und durch dieses halbe Jahr wieder so etwas wie ein Ziel gefunden hat. Hauptschuldig daran war Rembert, der mich wie auch sicher die anderen 149 Praktikanten mit milder aber doch bestimmter Hand an die Untiefen des Musikgeschäftes herführte. Und eine bessere Art und Weise, mit Praktikanten umzugehen, kann ich mir im tiefsten Suff nicht vorstellen. Ich bin mir sicher, das er eine ganze Reihe von Leben in sehr positiver Weise beeinflusst hat.


Stephan und Sgt. Rembo

John Parker war zum Glück auch wieder da; er ist jetzt verheiratet, hat einen Sohn und arbeitet in einem Theater auf Mercer Island als technischer Direktor. Über John muss man eigentlich mal separat was schreiben, ich keine wirklich kaum einen lustigeren und offeneren Menschen als ihn. Robert Fischer hat ihm mit "The Ballad Of John Parker" ein Lied gewidmet, was er bei seinem Konzert auch acapella gesungen hat. Als Roadmanager für die Walks, WGC, Steve Wynn und viele andere kann er warscheinlich Geschichten erzählen, bis ihm die Zähne ausfallen. Und erzählen, das kann er gut.


John Parker

Aber auch die anderen Glitterhäusler sind mir sehr ans Herz gewachsen, auch, wenn ich sie nur 1-2 Mal im Jahr sehe. Und wie sowieso seit einigen Jahren, waren die Festival-Mitarbeiter vor allem eines: Super eingespielt und unfassbar eifrig. Ich kann mir keine andere Gelegenheit vorstellen, wo so viele Leute so selbstlos schuften, bis die Kühe heim kommen. Wenn ich so an Christoph und Imme denke, die ich eigentlich nie eine Pause habe machen sehen, dann habe ich immer ein kleines, schlechtes Gewissen, denn beim Bühnendienst kann man sich trotz Stress immer Mal ausruhen - und man bekommen auch noch jede Band mit. Das ist bei den meisten anderen Diensten nicht so, und trotzdem gibt es, glaube ich, kaum Beschwerden.

Auch die Bands und Musiker diesen Jahres waren durch die Bank klasse. Letzten Samstag bin ich angekommen und am selben Abend sind auch die Walkabouts nebst John Parker in Beverungen eingetroffen, denn die mussten noch Proben und hatten zwischendurch noch einen Gig in Athen. Ein wenig erinnerte mich das an das OBS V, als wir eine Woche mit den Go To Blazes verbrachten, was sicherlich auch eine der lustigsten Wochen meines Lebens war. Tagsüber waren die Walks dann im Lager und haben geprobt, abends sind wir dann zumeist in den Stadtkrug zu Lothar gegangen und haben getan, was man tun muss.


Lothar und der Gartenzaun

Am Samstag abend waren wir aber alle erstmal im Hotel Böker, Schnitzel essen. Irgendjemand erwähnte den Eurovision Song Contest, und da im Restaurant ein Ferseher stand, erliess Carla sofort Anguckzwang. Am Ende waren die meisten für Lordi und jemand meinte, dass das wohl das Ende des ESC ist, denn jetzt würde jeder versuchen, den anderen mit komischen Kostümen zu überbieten.


John, Vera, Paul und Sgt. Rembo beim Schnitzel-Contest.

Später ging es dann in den Stadtkrug. Dort befand sich auch eine blonde Frau, die allen Anwesenden auf beeindruckende Weise vorführte, wohin Alkoholismus gepaart mit mangelnder Fähigkeit zur Selbstkontrolle führen kann. Nach dem sie Chris Eckman einige Minuten bequengelt hatte, er solle doch verdammt nochmal Deutsch sprechen, wandte sie sich den zwischenzeitlich eingetroffenen Praktikanten zu, die nach eine halber Stunde peinlich berührt die Flucht ergriffen. Nach einer weiteren halben Stunde allein am Tresen war dann Chris wieder dran, dem sie erzählte, das sie gerne "Sex with herself" hatte. Chris' Bemerkung: "Well, that kind of closes the door, doesn't it" hatte sie wohl nicht mitbekommen, jedenfalls behandelte er die Dame mit ausgesuchter Höflichkleit, während sie versuchte, nicht vom Barhocker zu rutschen. Irgendwann stand sie dann bei Lother hinter dem Tresen und fiel einfach um.

Als wir ihr wieder auf die Beine helfen wollten, winkte Lothar nur mit einer gelassenen Kenn-Ich-Schon-Wird-Schon-Wieder-Geste ab und wartete die nächsten 5 Minuten, ob sie es wohl aus eigener Kraft schaffen würde. Danach legte er sie auf eine Bank, von wo sie aber nach kurzer Zeit wieder aufstand, um sich wieder an den Tresen zu begeben und weiter vor sich hin zu lallen. Gekotzt hat sie nicht, das muss man ihr lassen.


Das Haarbueschel im Stadtkrug

An dem Abend hat Lothar uns allen auch eine grossartige musikalische Neuentdeckung beschert, denn nach dem die 26 Song-Anthologie von Jim Croce (Während der besagte Frau ständig "Leg doch mal Santana auf" krakeelte) endlich vorbei war, kam eine CD vom Archie Bonson Outfit dran, die dermassen gross war, das sie morgen gekauft wird. Den Titel habe ich schon wieder vergessen, zwei gleiche Wörter jedenfalls, Gornoröh Gornoröh oder so. Irre Platte.


Rembert und Chris

Sonntag abend wollten wir wieder zu Böker, aber der hatte ein "Geschlossen" Schild an der Tür und wir fragten uns etwas betreten, ob wir es wohl übertrieben hätten. Also ging es in die Pizzeria (La Casa? Glaube schon), wo uns die Bedienug erst bei der Bestellung darüber aufklärte, dass es die halbe Karte überhaupt nicht geben würde. An diesem Abend spielte sich zwischen Chris, Rembert und der stets etwas betulichen Carla folgender bizarrer Dialog ab: Rembert (redet über eine Band):"They had two drum kits on stage." Chris: "Cooool." Carla: "Two drunk Kids? How can you do that?"

Tage später fand ich auf dem Küchentisch bei Rembert und Vera einen Zettel, auf dem gekrakelt stand: "Archie Bronson Two Drunk Kids On Stage", und ich bin mir sicher, das er den Zettel in 20 Jahren irgenwo wieder finden und sich fragen wird, was zu Teufel das bedeuten soll.

Montag bis Mittwoch haben wir mehr oder weniger viel gearbeitet, während die Walks und die Praktikanten-Combo K1 im Lager probten. Dank zweier Freunde von Yannick, Remberts extrem netten Sohn, war die Bühne schon fast fertig und wir durften fasziniert der Planung und Ausführung einer Überdachung zwischen Bühne und Balkon zuschauen. Und dann fing das OBS an.

Donnerstag
Regen mit ein paar Unterbrechungen.

D I E * M U K K E T I E R - B A N D E

Ich wusste ja, das Tom Reiss von La Chunga das macht, und das Moe Jaksch (Bassist von Dziuks Küche) da mitgespielt hat. Ich war dann aber doch einigermassen überrascht, als Bindi und Alex von meiner Coverband, den Dead Flowerz, aus dem Auto stiegen. Wir haben uns seit dem Strassenfest-Auftritt damals nicht mehr getroffen und auch nur noch spärlich Kontakt, von daher war es um so schöner, die beiden wiederzusehen. Aber auch komisch: Die haben mit Beverungen nichts zu tun und es ist für mich immer wieder merkwürdig, mir bekannte Menschen in anderen Kontexten zu sehen. Geht wahrscheinlich jedem so. Jedenfalls war es ganz gross und die Kinder haben sich sogar von dem Dauerregen nicht einkriegen lassen. Endlich ist jemand auf den Trichter gekommen, dass man Kinder auch mit guter Musik begeistern kann und die nicht auf Rolf Zuckowski angewiesen sind, um nicht zu gewalttätigen Nazi-Satanisten zu werden. Tom als Bauer Anton ist schon gross. Ach ja, Max hat Schlagzeug gespielt, mit dem habe ich damals 2001 den ersten und einzigen Auftritt von Norrin Radd in Hoyerswerda gespielt.

O N E * B A R * T O W N

Man, sind die gut geworden. Habe schon einige Auftritte gesehen, aber das war bei weitem der beste. Der Gitarrist, dessen Namen leider im Suff untergagngan ist, hat uns den Arsch gerettet, in dem er uns seinen Twin Reverb auch Sonntag noch geliehen hat, als er eigentlich nach Hause fahren wollte. Kurz, nachdem er ihn Mittags eigeladen hatte, hat der andere Twin (geliehen von Edgar Heckmann) seinen Geist aufgegeben - gerade als, als Amy Millan anfangen wollte zu spielen.

Überhaupt haben in diesem Jahr nur 2 Leute einen Marshall gespielt, der Rest hat sich auf die Twin Reverbs, den Super Reverb und den Blues Deluxe der GH-Backline gestürzt. Marshall scheint irgendwie out zu sein.

B O O Z E D






Wow. Hatte ich ja schon was zu geschrieben. Klasse Trommler. Sollten berühmt sein.

Freitag
Regen mit einigen Unterbrechungen.

N I L S * K O P P R U C H

Die beiden ersten Fink-Alben haben mir echt viel bedeutet. Nachdem der alte Gitarrist - Thorsten? - ausgestiegen ist, war es für mich nicht mehr dasselbe. Als sie dann diese Groove-Schiene fuhren, konnte ich nichts mehr mit ihnen anfangen. Nils hat auch ein paar Fink-Klassiker gespielt, leider habe ich nicht viel sehen können. Zwischendurch gab's Gedichte von Richard Brautigan. Aber wie immer: Was für ein netter Mensch. Aber ihn singen zu hören hat mich nur an die Zeit damals erinnert, irgendwie kann ich ihn nicht in mein jetziges Gefühlsleben integrieren. Im Hospitality Rider schrieb er von sich "und meinem Mädchen". Das darf wohl nur Nils Koppruch.

J O Y C E H O T E L

Uh... Die waren aus Dänemark. Keine Erinnerung.

G O L D R U S H

Uh... Engländer? Indiepop? Ich weiss es nicht. Nur, das es nichts für mich war.

B R O K E N * S O C I A L * S C E N E

Vor denen hat sich jeder gefürchtet, denn die sind zu 14t in einem riesigen Nightliner angereist. Nette Tüpen, etwas verplant. Und so viele. Haben mich aber nicht richtig mitreissen können. Warum auch immer.

T H E * G R E A T * C R U S A D E S

Ach ja, immer wieder gut, auch, wenn die der Rockmusik nichts Neues hinzuzufügen haben. Tolle Menschen, diesmal fast alle mit Eltern oder Gattin unterwegs. Leider kaum mit ihnen reden können. Schade auch, das Karsten der Tourbegleiter war und nur an dem Samstag da war.

S A R A H * H E P B U R N & B A N D

War, glaube ich, ganz ok.

Samstag
Regen. Zwei kurze Unterbrechungen.

G E R R I T * S T U N T E B E C K (Pausen-Lesungen)

Gross. Leider etwas untergegangen, befürchte ich.

R O B E R T * F I S H E R

Da gibt's schon weiter unten was zu.

D O W N P I L O T

Keine Ahnung. War, glaube ich, auch nicht so mein Ding.

K 1

Die Praktikanten-Combo. Waren richtig klasse. Haben gespielt: Rock'n'Roll Music, I need some fine wine..., Hush und irgendwas von den Zutons. Kein Vergleich mit der alten Firmen-Combo, 25 Green Way. Die haben ja auch schon die ganze Zeit im Lager geprobt, waren aber auf der Bühne noch besser. Hatten offensichtlich auch kein Lampenfieber. Cool. Der Gitarrist hatte danach Blut auf seiner Les Paul.

M O F R O

Yess. Siehe unten.

B I G * B A N G

Norweger und dort immer in den Charts. SchweineSchwanz Rock, wie ihn keiner mehr machen darf. Keiner. Klappt live aber trotzdem, es wird geposed bis der Hendrix kommt. Würde ich mir niemals zu Hause anhören. Nett.

M A R D I * G R A S * B B


YouTube Direkt

Letztes Jahr haben die schon zu dritt gespielt und das war schon sehr toll. Vor allem der Schlagzeuger war unfassbar gut. Diesmal sind sie komplett mit Bläser angereist und es war schlicht grossartig. Der Song vom Video heisst "Country Music Lover" und ist wohl über mich. Bei der Ansage hat sich Reinhard völlig verrannt, leider habe ich das nicht aufgenommen. Er erzählte, das der Sänger ihm letztes Jahr im Genick gestreichelt habe, da Reinhard einen sehr üblen Kater hatte. Das war wohl sehr angenehm, doch ihn dem Bemühen, das so unhomoerotisch wie Möglich zu erzählen hat er sich komplett vergalloppiert und am Ende klang es schwuler als er es je beabsichtigt hatte. Aber ich weiss, wie er es gemeint hat... ;)

T H E * W A L K A B O U T S

Tja, was soll man sagen. Titanen! Diesmal mit wesentlich mehr Rock. Klappt für mich live auch besser als auf der Acetylene, mit der ich überhaupt nichts anfangen kann. Selten eine Band mit so verschienenen und ausgeprägten Charakteren gekannt. Alleine die Geschichten von Glenn düften für mehrere blogs ausreichen. Naja. Ein anderes Mal vielleicht. Ein zumindest für mich bewegender Moment war ihre Version von "Apology Accepted", die sie natürlich Grant McLennan gewidmet haben. Carla erzählte während einer Probe, dass sie ihn vor einigen Monaten noch getroffen haben und er viel von der Zukunft und seinen Plänen sprach.

W A S H I N G T O N

"A new order rising" war für mich einer der Platten des letzten Jahres und live haben sie alle Versprechen gehalten. Und der Sänger sieht ein bisschen aus wie Ville Vallo. Klangen manchmal wie die Doors, die Pink Floyd covern. Sind schon jetzt ganz gross. Bitte Platte kaufen.

Sonntag
Kein Regen

S T E F A N * M A E L C K
"Ost Highway" habe ich damals ungefragt zugeschickt bekommen. Nee, ich hatte den mal an Telefon, und er erzählte von seinem Buch, ich äusserte Interesse, er hat's geschickt. Einfach so. Und so nett war er dann auch in Natura. Die neuen Texte sind, ähh, so krank wie lustig. Richtig lustig. Hätte gerne noch was mit ihm geplauscht, aber hatte keine Zeit. Bitte Buch kaufen.

A M Y * M I L L A N

Hatte ein 70ger-Jahre Waylon Jennings-T-Shirt an. Cool. Als ich morgens ankam, hatten die schon ihre gesamte Backline auf der Bühne verteilt und wir mussten sie wieder zum Van zurücktragen. So geht das nicht, Kinders. Der Lap Steeler hat die Grenzen des in-tune-spielens sehr frei interpretiert.

J A S O N * C O L L E T T

Die gleiche Band wie bei Amy, bessere Songs, fand ich. Und vor allem: Interessantere Arrangements. Viel Gitarren und Posaune ineinander verwoben. Muss ich nochmal hören.

J E B * L O Y * N I C H O L S


YouTube Direkt

Man, mit dem hätte ich so gerne noch gesprochen, schliesslich ist er mit daran Schuld, das ich nun Country Music Lover und von meinem Freuden und dem Rest der Gesellschaft isoliert bin. ca. 1992 hat er nämlich bei den Okra Allstars gespielt und die habe ich damals in Bonn gesehen. Grosses Konzert. Seitdem Höre ich Country. Das hätte ich ihm gerne gesagt. Seine Stimme finde ich richtig klasse. Guter Mann, gutes Konzert. Kleiner persönlicher Held. Auch wenn ich keinen Grund kenne, der mich bewegen könnte, nach England umzusiedeln, wie er es tat.



S E A C H A N G E

Tolle Liveband, bin ich aber nicht für zuständig. Bitte Visions oder Schpecks konsultieren.

O K K E R V I L * R I V E R



Von John sofort Overkill River getauft. Von allen gelobt, nur ich bin eigentlich nicht richtig überzeugt. Ein wenig zu viel Jung-Männer-Gemaule und er klingt manchmal wie Robert Smith, den ich nicht mehr ertragen kann. Von der Attitude her geht's eher in Richtung Ryan Adams. Leider ist das Video zu lang, aber vielleicht kann ich es noch nachreichen. Die standen 4 Stunden im Stau und kamen 15 Minuten nach Beginn des Changeovers an. Man muss es ihnen aber lassen: Vom Van aus nach 7 Stunden Autofahrt direkt auf die Bühne und dann so ein Konzert: Respekt. Muss ich mal die Platte hören.

S T E V E * W Y N N * a n d * T H E * M I R A C L E * T H R E E


Linda Pitmon

Das Ende. Mit Steve Wynn als Headliner kann man nix falsch machen. Jason Victor ist Gott und darf alles machen, was sonst nur noch J Mascis darf. Nette Kerle sind die auch alle, bis auf Linda, die ist ja kein Kerl, aber trotzdem sweet.



Von alle den Letzte-Band-Feiereien war das wohl die Ausgelassenste. Ja, es existiert auch ein Video, das aber leider auch zu lang für YouTube ist. Vielleicht kann ich auch das noch kürzen und nachreiche. Die peinlichsten Stellen wird der Rockpalast dann wohl senden...



Das Haarbüschel trinkt von John Parker grosszügig bemessenen Jameson während Steve Wynn rockt und all der Ballast abfällt. Photo: Barbara Mürdter - Thanx!

Und der WDR hat sich weitestgehend unauffällig verhalten. Bis auf die Tatsache, das sich einer von den Scherzkeksen Chris' Gretsch geschnappt hat, um eine Kamera darauf zu montieren. Gut, dass Chris nicht dabei war.

Alles in allem steht das OBS X ganz weit oben beim persönlichen ranking. Keine schlechte Band dabei, wenn auch nicht alles meinen Geschmack traf.
Ansonsten kann ich nur Danke sagen - Rembert und Vera für die Unterkunft und das Ertragen morgentlicher Duschattacken, die ganzen anderen Helfer und natürlich die Bands.

Und zum Schluss, wie kann es anders sein, das heimliche OBS-Motto:

"Denkt daran, dass die Vögel des Kummers und der Bedrückung immer über euch fliegen. Dagegen kann man nichts machen. Aber dass sie in euren Haaren Nester bauen und euch ins Gesicht scheißen, das könnt ihr verhindern."
(Bohren & Der Club Of Gore)



YouTube Direkt

6 Comments:

At 9:15 vorm., Anonymous Anonym said...

Jetzt weiß ich also, wofür ich gestern den ganzen Abend auf Deine Gesellschaft verzichtet habe. Toller Bericht, auch wenn sich mein Rechner leider beim Laden der Filme mal wieder fast aufhängt.
Bin jetzt fast ein wenig neidisch auf das Festival - wann bekommt man schon sonst eine solche Hymne gedichtet... ;)))

 
At 9:46 vorm., Blogger Mr. Nap said...

Da werd ich jetzt doch ein bißchen wehmütig das ich nicht da war. Danke für den schönen Bericht.

Okkervil River sind auf Platte ziemlich klasse. Acetylene von den Walkabouts liegt mir auch nicht. Live kommen die Songs besser rüber. Aber eine nette Band. Freitag seh ich mir vielleicht die Great Crusades an. Erhol Dich gut!

 
At 4:28 nachm., Blogger Boogie said...

Toller Festival Bericht. Wirklich toll. Punkt. Und du wunderst dich, das man dir sogar Podcasts widmet? Weil du's verdient hast.

 
At 4:40 nachm., Anonymous Anonym said...

Drom, Boozed waren auf dem Festival? Das sind doch diese Kinder, die Götter auf ihren Instrumenten sind (vielleicht mit Ausnahme des Sängers), dass man sich fragt, auf welchem Planeten die das gelernt haben. Nur, sie machen die falsche Musik...sonst wären sie die Größten! Mit denen haben wir (Caged) damals (als ich noch dabei war), ein paar mal gespielt. Junge, danach traut man sich fast nicht auf die Bühne, aber ich habe mir gedacht, ich könnte deren Vater sein, also stell dich nicht an. Notfalls machste ein paar Effekte rein und dann hört eh keiner, dass du nix kannst. Ach ja, das Musizieren fehlt mir schon. Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren dann mit meiner Tochter aufer Bühne stehen kann ;-) Schaun mer mal.
Habe herzlich gelacht bei der Story mit den two kids, köstlich!
Alles Gute dir!

 
At 4:29 nachm., Anonymous Anonym said...

Lieber, es war schön, daß Du da warst...immerhin unser letztes gemeinsam gearbeitetes Festival, schätze ich. Paß gut auf Dich auf.
Alles Liebe und Gute für Dich.*i.

 
At 12:14 nachm., Anonymous Anonym said...

Anonym hat gesagt…

Fein fein, lieber Martin.

Schöne OBS-Nachbereitung.
Hier ist übrigens der K1-Johannes, du weißt schon: Der doofe Typ mit den schwarzen Haaren.

Wollte nur Hallo sagen und meinen tiefen Respekt bekunden.

Be blessed...
see you @ Flunkybowl July 2006

Johannes
@glitterhouse.com

 

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