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Mittwoch, August 02, 2006

Hunger

In Beverungen halten sich Kegelvereine Angusbullen, um sie zu Steaks zu verarbeiten.

11 Comments:

At 5:45 nachm., Blogger CoolBee said...

Hunger krieg ich da eher nicht ;)...Hmm, ich gebe ja zu, dass das etwas scheinheilig ist - aber ich möchte meinem Steak nicht in die sanften brauenen Kulleraugen geschaut haben. Dann vielleicht doch lieber ein leckerer Gemüsespieß mit Schafskäse auf dem Grill? Oder wie war das mit den Dinkeldingern?

 
At 6:31 nachm., Blogger Mr. Nap said...

Genau, gut gesagt! Ich schließe mich der Meinung an. Deswegen esse icvh gar kein Fleisch...aber in Beverungen sehen die das noch anders...

 
At 6:38 nachm., Blogger CoolBee said...

War das "noch" im letzten Satz Absicht oder ein Freudscher ;)?

 
At 2:59 nachm., Blogger Sgt. Rembo said...

Was - bitteschön - sollte man denn aus Bullen (speziell Angus) machen, wenn nicht Steaks? Man kann schwerlich Pina Colada oder eine Maibowle daraus gewinnen, Tofuwürstchen auch nicht. Die "Was mich anguckt, kann ich nicht essen"-Position ist natürlich nachvollziehbar. Aber da muss man durch, denke ich. Naps "noch" war sicher Absicht, übrigens. Er hat zu diesem Thema schon in seiner Zeit in Beverungen stets einen mutigen, von Überzeugungswillen geprägten Standpunkt vertreten. Und, kaum zu glauben: Es gibt auch Vegetarier in Beverungen! Reinhard zum Beispiel. Muuuh.

 
At 4:31 nachm., Blogger CoolBee said...

Muss man aus Bullen (oder anderen lebendigen Dingen, die einen anschauen) unbedingt was machen? Als Alternative dann vielleicht OBS- (oder Kegelverein-)Maskottchen. Vielleicht als Start für einen Streichelzoo?

Von Agitieren halte ich zwar nicht viel, aber ans Gewissen appelieren kann man schon - da verstehe ich Nap sehr gut, zumal wir offenbar unbekannter Weise einer Meinung sind...

 
At 4:40 nachm., Blogger The Haarbüschel said...

Was hat denn Fleisch futtern hier mit Gewissen zu tun? Auf und Gehts wird es solange gut gehen, sie werden gepflegt und haben ein 1A Bullenleben. Ein schlechtes Gewissen wäre eher bei Fleich angebracht, das von gequälten und unter unwürdigen Umstanden gehaltenen Tieren kommt.

 
At 4:51 nachm., Blogger CoolBee said...

Ein Lebewesen, zu dem ich auf die eine oder andere Art eine persönliche Beziehung aufgebaut habe kann ich nicht töten (lassen). Da bin ich wie mein Oppa: Als die nach dem Krieg Federvieh im Garten gehalten haben, mußte meine Omma ran, der das sicher auch nicht unbedingt Spaß gemacht hat, aber die da pragmatischer war. Klar wächst Fleisch nicht im Supermarkt - deshalb so wenig wie möglich davon oder am besten gar nicht...

 
At 5:00 nachm., Blogger The Haarbüschel said...

Aber ist das nicht etwas Schizophren? Auf der einen Seite ist es scheisse, wenn man nicht weiss,wo es herkommt, aber wenn man das Viech denn kennt, geht's auch nicht? Ich für meinen Teil habe keine Probleme, Tiere zu essen, von denen ich weiss, dass es ihnen gut ging. Warum sollte ich das lassen? Angus-Bullen sind ja keine Haustiere.

 
At 6:00 nachm., Blogger CoolBee said...

Was sind Haustiere? Gibt auch Bauern, die Katzen als Nutztiere halten, und Chinesen die die Biester essen. Natürlich ist das willkürlich - auch die "Niedlichkeit". Die traurigen Kulleraugen von einem Fisch auf meinem Teller rühren mich auch weniger als die von einer Kuh. Und bei eingeschweißtem Schinken im Supermarkt krieg ich auch kein Herzweh. Wenn ich mir die zwei Burschen auf der Beverunger Wiese vorstelle schon...

 
At 10:56 vorm., Blogger Sgt. Rembo said...

Ew wird den beiden verdammt gut gehen. Klasse Wiesen, nur für sich. Manchmal mit ein paar Pferden geteilt, die auch alle glücklich sind. Wasser direkt aus dem See. Zufütterung im Winter: Heu, Silage, Mineralfutter. Regelmäßige Entwurmung. Winter-Unterstand/Stallung vom Feinsten. Sie haben ihre Ruhe und doch Abwechslung. Und können fröhlich die ganze Zeit miteinanfder poppen. Und ewenn sie sich aud den Geist gehen, hat jeder Platz genug, sich zurückzuziehen. Ein besseres Bullenleben kann ich mir nicht vorstellen. Oder besser: So gut haben es viele Menschen nicht. Aber am Schluss des Lebens steht der Tod. Schinken aus dem Supermarkt zu essen ist eindeutig moralisch zweifelhafter als Auf und Gehts dann irgendwann als Steaks aufzutischen. Übrigens dürfte sich ein Streichelzoo mit ausgewachsenen Bullen nicht sehr lange halten....

 
At 1:29 nachm., Blogger DieMitDemScheitSpricht said...

Nun, als ich zum allerersten Mal nach dem erfolgreichen Erfischen eines Hechtes dem Tier recht unbeholfen den Schädel einschlug,..da entschloß ich mich lediglich dazu, an meiner Tötungstechnik zu arbeiten. Die Konsequenz, in der Lage zu sein zu töten was man verspeisen will, finde ich stringent. Und ja, ich habe nie ein Lamm oder Rind um die Ecke gebracht, nur weil ich was auf den Grill werfenwollte. Und ja, ich bin auch nicht sicher, dies eigenhändig zu können(und da geht es dann nicht um das handwerkliche Vermögen dies zu tun).
Die Vorstellung, eine zeitlang Spaß an den beiden vorläufigen Maskottchen(solange sie klein sind, sind sie ja etwas Derartiges)zu haben..und sie im Alter von 2 Jahren dann dem Kegelbruder J. auf die Bank zu führen, das finde ich eigenartig bis schwierig...und erinnert mich an das trd. Schächten. Das Tier wird auch vorher mit Salz gefüttert und nochmal ordentlich von allen Familienmitgliedern getreichelt, bevor ihm die Kehle durchschnitten wird.
Aber vielleicht würzt ja die eine oder andere stille Träne im Augenwinkel eines Kegelbruders das spätere Steak auf dem Teller um so mehr..und macht dem einen oder anderen Kleinstädter den Verzehr des Fleisches (und vielleicht ja sogar von Fleisch allgem.)bewußter. Daß sie diese zwei Jahre ein feines Leben haben werden, Auf und Gehts, dessen bin ich sicher.
Dennoch: Ich bewundere Vegetarier, die sich bewußt gegen den Verzehr von Fleisch entschieden haben. (Btw. genannter Reinhard hat das nicht. Er mag kein Fleisch. Schätze Kindheitsbedingt. Ungemein viel praktischer, weil der Aspekt des Verzichtes entfällt.) Ich selber besitze nicht die Konsequenz (und habe auch nicht das Glück wie R.), da ich mich als bekennender Carnivore durchaus lustvoll mit Zubereitung und Verzehr von Fleisch beschäftigen kann. In vereinzelten Versuchen, den Fleischkonsum vollständig einzustellen, ging mir auf, daß es nicht einmal das Aroma und der Geschmack sind, die mir unersetzbar schienen, sondern die Konsistenz. Kein Surrogat kann dieses Gefühl von Faser ersetzen, wenn man seine Zähne in ein Stück Fleisch schlägt. Ich wünschte, es wäre nicht so...
Dennoch gibt es Grenzen, die häufig natürlich vom persönlichen Werdegang abhängen (wir hatten immer Pferde, meine Schwester züchtet sie sogar..Rossbratwurst ist also bei mir nicht drin..)aaber auch vom ethisch-moralischen Standpunkt. Angeführte Hunde z.B., die in anderen Kulturen auf dem Speiseplan stehen, werden dort, weil u.a. eben traditionelles Ritual, fürchterlich gequält, bevor man sie tötet. Die Tiere werden aufgehängt und gefoltert, durch Verbrennungen und Schläge..und das dauert..bis das Adrenalin des Tieres soweit oben ist, daß das Fleischaroma und die daraus entstehend Mürbheit des Fleisches das Tier dann letztendlich verzehrfähig machen.(Dennoch nur eine Frage der Zeit bis der blöde Mälzer da ein Rezept vom Stapel lässt, wusste er schließlich als Augenzeuge unlängst von diesem Procedere des Schlachtens von Hunden zu berichten.)
Katzen, nunja, ich kenne Erzählungen aus dem Krieg, der sog. 'Dachhase', war kein Scherz..und war sicherlich häufig aus der Not geboren.Auch eine befreundete Familie von Deutschrussen erzählte mir kürzlich davon,das dem so war, bevor sie Kiew verlassen durften. Da ist in unseren Breitengraden wohl viel eher der Modepelzhandel ein Problem, nicht das Jagen für den Verzehr.
Franz. Stopfleber ist ähnlich wie mit den Hunden unter Tierquälerei anzusiedeln (btw. Pferdetransporte sind auch noch immer nicht weniger grausam, trotz offizieller Proteste). Auch die Franzosen begründen diese Art der Mast mit Tradition, was derzeit somit auch noch kein EU-Recht bricht. Über die Grausamkeiten von nicht artgerechter Haltung von Schlacht-und Federvieh weiß vermutlich auch jeder hinlänglich Bescheid. Da sollte dann aber der Entscheid, das regionale Biofleisch oder ähnliches zu verwenden, die Alternative bieten. Abgepackter Schinken ist da nur sinnig, wenn eben vom regionalen Erzeuger. ;0)
Ein großer und meines Erachtens sehr bedenklicher Trend entwickelt sich just in Sachen Exotenfleisch. Strauss/Antilope/Känguru/Alligator z.B.
Findige Züchter halten nun z.B im Bayr. Wald ganze Straussenrudel und züchten Kängurus und Antilopen. Der Nachteil: Es ist diesen Arten fürchterlich zu kalt hier!Genetisch nicht entsprechend ausgerüstet einen Bärenpelz zu entwickeln,leiden diese Tiere in den Freigehegen bis zur Schlachtung. Und wenn dieser Trend auch bei der weniger exklusiven Klientel von Käufern gelandet ist, kommt da eine erneute Massentierhaltung mit allen Nachteilen und Grausamkeiten auf uns und diese Tierarten zu.Das schmeckt mir nicht.
Ich muß gestehen,wenn ich Menschen für appetitlich erachten würde, dann würde ich sie eigentlich auch für den Verzehr freigeben wollen. Immerhin wäre dies eine perfekte Lösung für das Problem mit den eigenen Erzfeiden..wie z.B.Tierquälern.

 

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