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Donnerstag, Juli 27, 2006


Wyoming, 1993

Die Hitze zeitigt Widersprüchliches: Zeit scheint momentan wie eine sämige Masse, die sich im Dahinfliessen mit der Wärme verbindet und es mir ermöglicht, taubengleich von oben draufzukacken. Die Sinn-erzeugende Trennung von Tag und Nacht hat sich abgeschwächt zu einem Wechsel von Hell zu grau und ich kann die Muster sehen, aber das Zerhackte ist nicht mehr da. Ob ich nun tagsüber im Büro sitze oder Nachts in der Küche, da der Schlaf mich nicht mehr wie selbstverständlich an die Hand nimmt - beides erscheint mir gleichwertig.

Trotzdem erlebe ich einen Diszipliniertheitsschub, den ich mir schon lange gewünscht habe, der aber seinen eigenen Gesetzen gehorcht. An manchen Tagen reichen mir 10 Minuten Tonleitern auf der Pedal-Steel, am nächsten sitze ich 2 Stunden hinter der Gitarre und wundere mich, an welchem Strand mein Zeigefühl wohl gerade liegen mag. Derzeit empfinde ich das als Freiheit.

Sogar die vielen Baustellen, um die ich mich kümmern müsste, sind mir grösstenteils egal und ich habe die Zuversicht, das sie sich mit der Zeit schon um sich selbst kümmern werden, und ich dann evtl. nur noch etwas helfen müsste.

Ansonsten wird gewartet.

2 Comments:

At 8:35 nachm., Anonymous Anonym said...

Ein Hoch auf die Prokrastination!
Aba nisch farjessen:
Wer zu spät kommt, den straft das Leben!

 
At 8:37 nachm., Blogger The Haarbüschel said...

Ich glaube, mich werden eher die Zähne bestrafen. Aber danke für das 1A-Qualitätsfremdwort!Schon lange nicht mehr gehört.

 

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