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Freitag, Juli 21, 2006

Gewunkene Hände methodistischer Pastorensöhne.

Schade, das die Passions-Kirche gestern nur zur Hälfte gefüllt war, als Predigersohn D.E. Edwards mit W o v e n H a n d das neue Album "Mosaic" vorstellten (Übrigens: knorke Doppelbedeutung!) Aber wenn die gelbe Sau draussen bei 37° die Birnen weich macht, ist das Verlangen, in eine dunkle Kirche zu gehen und düsteren Moritaten zu lauschen wahrscheinlich leicht abgeschwächt.


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Grosser Fehler. Wenn man mich fragt, wer bei all den OBS's das beste und beeindruckendste Konzert gespielt hat, dann sage ich natürlich 16 HP! Ich bin ja kein grosser Freud von Pathos in der Musik, aber die durften das, und Herrn Edwards "neue" Band (mittlerweile wieder mit den 16 HP-Bassisten, aber besseren Drummer) darf das erst recht. Er fängt ja jetzt auch schon an, Songs in selbst erfundenen Kunstsprachen zu singen! Da kann man wohl keine Zoten oder Saufgeschichten zwischen den Songs erwarten.

Ich war aufgrund von schwerer, hitzeinduzierter Fahrtzeitfalscheinschätzung bereits um halb 7 da und durfte erstmal noch eine halbe Stunde in der Sonne schwitzen, bis endlich Einlass war. Die folgende Stunde habe ich mit der Lektüre eines leidlich interessanten Buches verbracht, aber als der erste Ton gespielt wurde, hatten sie mich wieder sofort in den Bann gezogen, und das schaffen nur wenige Bands. Wobei ich alerdings anmerken muss, dass Herrn Edwards outfit nicht recht zur alttestamentarischen Zentnerschwere seiner Lieder passen wollte. Blue Jeans? Ein gestreiftes, weisses und darüberhinaus auch noch kurzärmeliges Hemd? Weisse Schürschuhe? Der innere Moderberater hätte Sackcloth & Ashes empfohlen, aber auch das konnte mich nicht ablenken.

Trotzdem habe ich nach einer Stunde die Heimreise angetreten wegen ging nicht mehr. Aber ich bin mir sicher, das das Konzert nicht eine Sekunde langweilig war.


YouTube Direktemang

...und noch eins:


YouTube Direktemang

6 Comments:

At 12:24 nachm., Anonymous 500beine said...

gelbe sau war früher,
das orangefarbene schicksal
heute.

 
At 2:34 nachm., Blogger Mr. Nap said...

Der Livemischnitt erinnert mich stark an den jüngeren Nick Cave. Leider hab ich Woven Hand noch nie live gesehen. 16 HP hab ich auf meinm ersten OBS (2000) erlebt. Nur Schade das es Mittags war und bei Sonne.

 
At 9:17 nachm., Anonymous marius said...

Ich platze vor Neid!!!

 
At 9:12 nachm., Blogger CoolBee said...

Keine Minute langweilig ist sicher für jedes der Konzerte wahr. Ich habe ihn jetzt in Hannover das erste mal mit Woven Hand gesehen (außer einer großartigen Zugabe beim letzten Mal) und fand es super. Übrigens war (fast) die gnaze Glitterhouse-Crew da. Rembert fand es wohl grad gut, weil der Pascal wieder dabei ist. Freunde von mir meinten aber, das letzte Mal wäre es weitaus intensiver gewesen. Vielleicht hat Herrn Edwards die gelbe Sau auch geschwächt. Den Soundcheck hat er mit freiem Oberkörper gemacht, hatte auch was für sich ;).

 
At 11:18 vorm., Blogger Boogie said...

Wollt ich schon vor ein paar tagen schreiben: ganz großes Kirchenkino. Sehr passendes Ambiente. Finden öfters Konzerte in der Passionskirche statt?

 
At 11:25 vorm., Blogger The Haarbüschel said...

Ja, stimmt, nurmit dem Sound haperts doch etwas, je nach Sitzplatz. Die Kirche dient recht häufig als Konzertraum, wird aber auch normal genutzt. Zuletzt habe ich Henry Rollins, Superwolf (Will Oldham + Matt Sweeney) und Howe Gelb dort gesehen.

 

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