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Montag, März 27, 2006

Internationale Transparenz vs. Binnenvernebelung

Auch, wenn das jetzt schon überall rum ist: Einer meiner Lieblingsblogs wird gerade vom Justiziar und "Ethikbeauftragten" mit m.E. unverschämten mails und Briefen an der freien Meinungsäusserung gehindert.

Roland protokolliert netterweise den Verlauf, wirres und Spreeblick haben auch schon berichtet. Ich hoffe, da kommt auch presseseitig noch einiges nach.

Ach ja, Jens Scholz hat diesbezüglich noch was lesenswertes über Solidarität geschrieben.

You go, Girl.

5 Comments:

At 1:41 nachm., Blogger The Captain said...

Nee. Nein. Falsch.

Das ist aufgeregtes Kleinbloggersdorf und erinnert mich an die spießige Aufgeregtheit der Asta.

Auch wenn unsere Leserzahlen etwas klein sind, es ändert nichts daran, dass wir hier alle veröffentlichen. Für TI ist die Geschichte ein Mediengau, das liegt natürlich auch in der hölzernen Vorgehensweise.

Dennoch, bei mir bleibt der Eindruck, dass TI ein Scheißladen ist, der Mitarbeiter ausnutzt und wahllos feuert. Das die sich dagegen wehren ist doch klar, oder? Möglicherweise ja sogar berechtigt. Vielleicht war die gefeurte Freundin ja einfach gar nicht so gut? wer weiß denn das schon.

Dieses "Recht auf freie Meinungsäußerung" geht mir dann doch etwas weit. Zu der gehört nämlich auch ein sauberer Umgang mit Ursache und Wirkung und ein wenig vorsichtiges Abschätzen, was man alles so anstellen kann.

 
At 1:48 nachm., Blogger The Captain said...

Und hier fand ich das, was ich eigentlich meinte:

http://www.lawblog.de/index.php/archives/2006/03/19/bedrohte-blogger/

Da steht dann am Ende alles wichtige. Und offengestanden, ist es doch auch ganz gut, dass es diese Grenzen gibt, oder? Schließlich haben wir auch noch eine BildZeitung in Deutschland.

Keine Ahnung, warum mich das so aufregt, bin nun auch wieder still.

 
At 2:29 nachm., Blogger The Haarbüschel said...

Kann Deine Einwände teilweise nicht nachvollziehen. Klaro gibt es Wichtigeres als das. Aber ich konnte in Monis Posting keine Schmähkritik erkennen, die ist ja auch nicht erlaubt und in sofern ist es selbstredend gut, dass es Grenzen gibt. Aber man wird sich doch wohl mal wundern dürfen. Und das ganz unabhängig von irgendwelchen Wahrheiten, die es eh nicht gibt resp. von jeder Warte aus anders aussehen.

Der Scheissladen-Eindruck entsteht doch eben nur aus der unangemessenen und m.E. unfairen (2 Tage Frist über's WE) Reaktion von TI. Damit bestätigen sie Monis Eindruck doch quasi. Ausserdem betont sie, dass sie die Ziele von TI prinzipiell unterstützt, nur eben den Umgang mit dem Personal etwas fragwürdig findet.

Dinge laufen in jeden Laden hin und wieder mal suboptimal, egal, welche edle Zielsetzung dahintersteckt. Aber wenn diese ganze "Ich schick Dir nen Anwalt auf den Hals"-Kacke um sich greift, wird bald in keinem Forum mehr irgendwetwas negatives mehr über irgendein Produkt z.B. stehen.

Und letztendlich geht es schon um die Frage nach Deutungshoheit, wie in einem Kommentar stand. TI ist ja bei weitem nicht das einzige Unternehmen, dass solchermassen gegen unliebsame Kritik vorgeht. Wenn die früher durch ein "unabhängige" Presse auf Wahrheit und öffentliches Interesse hin gefilter wurde, kann jetzt eben quasi jeder seine Sicht der Dinge schildern. Das verlangt neben einem gesteigerten Bewusstsein dafür, was das evtl. anrichten kann eben auch ein neues Medienbewusstsein von (hier) Unternehmen und letztlich auch von jedem Diskursteilnehmer.

Und ich finde es es eigentlich nicht schlecht, dass man sich evtl. genötigt sieht, seine Handlungen mal zu erklären. Das kann natürlich in totalem Wahnsinn über Kleinigkeiten enden, aber so weit sind wir noch nicht, und so weit wird es auch nur in Ausnahmefällen kommen, schliesslich gibt es ja auch noch sowas wie Zeitökonomie.

 
At 3:57 nachm., Blogger The Captain said...

Was Moni da im einzelnen gemacht hat, weiß ich nicht zumal der eigentliche Beitrag ja auch weg ist. Ich fürchte auch, dass sie da vor einen Karren gespannt wird, den sie möglicherweise auch gar nicht ziehen möchte.

Ich will auch nicht dem Abmahnunsinn predigen, ich finde das schon merkwürdig.

Aber dreh das mal einen weiter: irgendwer schreibt was über Dich. Du hast nicht Garth Brooks gespielt und schon schreibt wer was über Dich, Du wirst zum arroganten Sack, der andauernd seine Termine verschläft und viel zuviel Bier trinkt. Bums, Du hast ein Problem. Und das bekommt man sehr viel schlechter aus der welt, als einem das lieb ist? Meinungsfreiheit?

Die Grenzen sind natürlich fließend, aber ich finde man sollte gerade deswegen eher vorsichtig sein und hohe Maßstäbe anlegen.

 
At 11:21 vorm., Blogger The Haarbüschel said...

Moni hat m.E. nichts geschrieben, was auch nur im Entferntesten in die Nähe von Rufmord käme, sondern nur persönliche Enttäuschung geäussert. Ob sie vor einen Karren gespannt wird, weiss ich nicht - Am Ende muss sie die Rechnung zahlen.

Im übrigen gab es sowas wie Rufmord schon immer, und ich kann (noch) nicht erkennen, dass das jetzt verstärkt auftreten würde. Aber natürlich hast Du recht: Damit treibt man keinen Schabernack.

Gegen die Aussage, dass ich Garth Brooks nicht spiele, zuviel Bier trinke und meine Termine dauernd verpenne, will ich micht nicht wehren, das entpricht nämlich den Tatsachen. Aber arrogant will ich nicht sein, und wer immer das behauptet kann neuerding s immerhin in meinem blog lesen, das ich das anders sehe...

 

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