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Donnerstag, März 02, 2006

Donnerstage

Also, die Donnerstage nach Plattenauflegen im Tiki Room sind wirklich immer unschick. Donnerstags fang ich eh erst immer Nachmittags an zu arbeiten, da ich viel in die USA telefonieren muss, und wenn man da zu früh anruft, jeht keena ran. Das macht man ein paar Mal, dann hat man die faxen dicke und verschiebt den Tagesrhythmus mal für'n Tag nach vorne und jut is.

Aber wenn ich so aufgelegt hab, kommt ich ja selten vor 4 nach Hause, muss dann erstmal noch in der Küche ein Schlussbierchen trinken und meistens findet sich dann auch noch ein Kippchen und bis man dann endlich unter der Decke ist, dauerts halt was. Aber! Donnerstag muss ich ja erst spät in's Büro, denke ich mir dann immer; super, haste ja den ganzen Vormittag und dann noch Karenzzeit, kannste je enorm viel machen in der Zeit. Ist ja fast wie halber Tag frei.

Is aber quatsch. Ich mach natürlich gar nix, ausser in der Küche sitzen, rauchen, Kaffee trinken und die Eier schaukeln. Und wenn ich dann irgendwann ins Büro fahre, denke ich mir immer: Scheisse, hast wieder nix gemacht heute. So ist das immer. Und plötzlich ist man alt und muss ins Heim.

Mit dem Plattenauflegen ist auch erstmal Schluss bis zum 05.04. In zwei Wochen ist irgendwas anderes in dem Laden und verschieben find ich blöd. Ist also erstmal Pause, vielleicht auch nicht schlecht. So lange kann der geneigte Countryist in's White Trash gehen, wo man sich voll hip verarschen lassen kann und irgendein Tüp jetzt auch eine Country Night macht. Aber wer hat's (letzteres, natürlich) erfunden? Genau. Klaro, davor gab's auch Läden, wo manchmal Country lief, aber das war dann immer witzisch gemeint, so Camp-Scheisse halt. So 90ger halt. Im Prenzlauer Berg gabs doch dieses Country Ping-pong, sowas. Und diese Läden sind auch schuld, dass jetzt die ganzen Karnevals-Countrybands wie Boss Hoss und Texas Lightning viel Geld verdienen, dabei haben die soviel mit Country zu tun wie icke mit sinnvoller Zeiteinteilung.

Das verstehen die aber nicht. Immer schön Cowboyhut auf und zack, voll witzich. Kann mir ja egal sein. So Leute kommen auch nicht zu Country Night. Zu der kommen so Tüpen wie neulich der, als ich den ganzen abend nur Songs von vor 1955 gespielt habe. Der stand auf einmal vor mir und fragte, ob ich auch was von Guns'n'Roses hätte. Nachdem ich ihm gesagt hatte, das ich nur Country spielen und der Country-output von Guns'n' Roses etwas zu wünschen übrig lassen würde, stutzte er und fragte: "Aber Garth Brooks haste doch, oda?"

So. Ich mach mir jetzt noch'n Kaffee und fahr dann in's Büro.

2 Comments:

At 8:21 nachm., Anonymous Nickman said...

Wunderbar geschrieben, teils ganz viel ich dabei... Das Foto von Dir läßt allerdings einen nachdenklichen Schadensfallsachbearbeiter von der Itzehoer Versicherung vermuten?! Und wo ist das "Büschel"?

 
At 9:40 vorm., Blogger The Captain said...

Tja. Du solltest einfach den nächsten Donnerstag mal den Anfang von "No Direction Home" schauen. Da macht Country Sinn, wieder. Und mehr auf die Texte hören, zur Not mußt Du mal eins von den loveboats auflegen. Den Garth'n'Roses Fan hätte ich zumindest mit genommen zur Wachteljagd.

 

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