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Donnerstag, Oktober 19, 2006

Lachender Internationaler Zahlungsverkehr

Ich musste unlängst für ein Unternehmen, das in Anguilla registriert ist, ein Konto bei der National Bank of Anguilla eröffnen und einen Kreditkarten payment provider finden. Das war recht unterhaltsam, da vor allem die dortigen Bankangestellten recht wenig von dem Arbeitsethos ihrer deutschen Kollegen haben. Mails werden nur sehr ausgewählt beantwortet und am Telefon ist meistens auch niemand. Auf den ABs kann man entweder keine Nachricht hinterlassen, und wenn, ruft niemand zurück. Und wenn dann doch jemand abhebt und man sich beschwert, warum die simpelsten Sachen mindestens 2 Wochen dauern bekommt man zu hören, das ja alle so überlastet seien.

Als ich das einem Freund erzählte bemerkte er, das solche Aussagen darauf schliessen lassen, das man für gewisse Leistungen wohl mal einen gewissen Betrag rüberwachsen lassen soll, was ja in diesem Fall auch kein Problem wäre, aber ich bin halt etwas weiter weg und kann nicht mal gerade mit einem Bündel Scheinen nachts um drei auf einem unbeleuchteten und übel beleumundeten Parkplatz rumlungern.

Noch lustiger ist aber American Exp. Da ich wissen muss, ob ein payment provider auf Anguilla Am Ex-Karten akzeptiert und ich von dort keine Antwort erhielt, habe ich mal bei Am Ex USA abgerufen. Nachdem sich ein Mitarbeiter mein Anliegen angehört hatte, wurde ich für 10 Min in eine Warteschleife gedrückt. Dann gab er mir eine Telefonnummer mit der Bitte, doch dort mal anzurufen, die wüssten über sowas Bescheid. Da die Nummer mit 0091 anfing fragte ich vorsichtig, wo ich denn da landen würde. "New Dheli, India" gab's als Antwort.

Also rief ich in New Dheli an, den Zeitunterschied komplett ignorierend, und es meldete sich jemand der kein Englisch sprach und mich an jemand weitergab, der auch kein Englisch sprach. Nach einer Weile landete ich dann bei einer Freu, die mir schlussendlich erfolgreich mitzuteilen versuchte, das ich bei Am Ex war, die Firma aber zu hatte und ich es morgen wieder versuchen sollte. Aha.

Am nächsten Tag hatte ich dann auch jemanden dran, der des Englischen mächtig war und nur ca. 15 Minuten brauchten um zu verstehen, was ich wollte. Dann ging es wieder in eine Warteschleife und irgendwann flog ich aus der Leitung. Dann ging keiner mehr ran. Keine schlechte Leistung für einen Weltkonzern. Voll Digitale Bohème, wer hätte das gedacht.

2 Comments:

At 8:17 nachm., Blogger Mr. Nap said...

Indische Hiotlines sind schon sehr tükisch. Letzte Ostern hab ich einen Artikel in der Times über den Tod von Rajkumar. In Region um Bangalore war anscheinend ein Volksheld. Hauptindustriezweig sind dort englischsprachige Hotlines. Folge der Trauer waren drei Tage Streik, Ausschreitungen und ein Ausfall der meisten Hotlines. So viel zum Thema Indien und Hotlines. Hier noch was zum nachlesen.

http://www.telegraphindia.com/1060414/asp/frontpage/story_6097975.asp
http://www.n-tv.de/657358.html

 
At 10:50 vorm., Anonymous captain said...

Ich hingegen erstaunte mich über die beiden Buchautoren, die über eine digitale Boeheme forschten. Ich kann mich kaum entscheiden. zum einen wirken sie wie die jungen RAF-Leute, als die sich noch mit Theoriequatsch beschäftigten und noch nicht wußten, wie man eine Wumme bedient. Irgendwie dachte ich mir die ganze Zeit, schau Dir die Gesichter an, dan brauchst Du demnächst keine Fahndungsplakate lesen.

Und dann drängte sich noch eine Frage auf: ist der linke von den beiden möglicherweise ein Backroundsänger bei den Flippers? Der Friseur zumindest scheint der gleiche zu sein.

 

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